Brigitte Quercia Naumann ist Ambassador for Female Entrepreneurship
Die formel f und die Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreis gratuliert der erfolgreichen Unternehmerin Brigitte Quercia Naumann zur Ernennung als European Ambassador for Female Entrepreneurship.
Statistisch sind Frauen in der Unternehmerschaft unterrepräsentiert. Trotz überdurchschnittlicher Qualifikation und großer Kreativität sind Frauen noch weniger gründungsfreudig als Männer. Ein brachliegendes Potenzial was durch die positiven Vorbilder der European Ambassador for Female Entrepreneurship nun erobert werden soll.
Das europäische Netzwerk wird vom Steinbeis-Europa-Zentrum koordiniert. In Deutschland sind die Enterprise Europe Networks Deutschland und die bundesweite gründerinnenagentur (bga), sowie das Handwerk International Baden-Württemberg und der EIC Trier Kooperationspartner.
Formel f:
Sie sind seit fast zwanzig Jahren erfolgreiche Unternehmerin mit zwei Gastronomie Betrieben in Lindlar und Engelskirchen, dem Tapas y mas und dem Lingenbacherhof im Freilichtmuseum, sowie einem Cateringbetrieb. Sie sind im Vorstand der Naturarena Bergisch Land, aktives Mitglied in der IHK, im Vorstand der Wirtschaftslounge Formel f, Mentorin der Käte Ahlmann Stiftung und sind jetzt auch zur Botschafterin „European Ambassador for Female Entrepreneurship“ auf Lebenszeit ernannt worden. Wie kam es dazu?
Quercia Naumann:
Als Oberbergische Unternehmerin stehe ich seit Jahren auch im engen Kontakt mit der Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises. Projektkoordinatorin Birgit Steuer sprach mich im letzten Jahr an, ob ich mir eine Unterstützung für potenzielle Unternehmerinnen vorstellen könnte. Als Mentorin der Käte Ahlmann Stiftung weiß ich um die Bedeutung von mentaler und praktischer Hilfestellung in der Gründungsphase. Auch die generelle Verbesserung der Unternehmerkultur gerade auch für Frauen liegt mir am Herzen und ich habe deshalb meine Bereitschaft zur Mitarbeit zugesagt. Das ich nun in den Zirkel der European Ambassadors for Female Entrepreneurship berufen wurde, freut mich sehr.
Formel f:
Was sind denn die möglichen Handlungsfelder der European Ambassadors for Female Entrepreneurship.
QN:
Die 2000 Botschafter aus 20 Nationen wollen ein Sprachrohr für das female Interpreneurship sein, um die weibliche Unternehmerschaft zu unterstützen. Die renommierten Geschäftsfrauen, aus den verschiedensten Branchen haben in Brüssel bereits ein Netzwerk ins Leben gerufen. Für uns, als die 64 deutschen Botschafter, ist ein erster Kongress noch in diesem Jahr geplant. Aufgrund unserer zentrale Lage innerhalb Deutschlands und der Tatsache, dass ich persönlich als Gastronomin repräsentative Räumlichkeiten zur Verfügung stellen kann, in denen bereits die oberbergische Wirtschaftslounge getagt hat, ist Oberberg als Veranstaltungsort angedacht.
Was kann die einzelne Unternehmerin von Ihnen erwarten
QN:
Wir bieten Mentorin, europaweite Kontakte und persönliche Gespräche an. Dies kann in Einzel oder Gruppensitzungen geschehen, aber auch im Rahmen von Messen und Veranstaltungen. Im Januar starte ich mit einem Vortrag bei den woman ambassadors Italien in Florenz, wo ich über konstruktive Zusammenarbeit in Netzwerken und die Unterstützung von Start up`s referiere. Dabei greife ich sowohl auf die Erfahrungen aus meinen eigenen Unternehmen zurück, als auch auf die Arbeit unserer formel f wirtschaftslounge.
Ein Workshop hierzu ist auch im Rahmen der jour fix der formel f geplant. Zudem bin ich im Gespräch mit der IHK und der Wirtschaftsförderungen der Kreise und natürlich immer bereit Anfragen von Universitäten, Schulen oder Unternehmen war zu nehmen. .
Man kann sie also buchen?
Ja, das ist die Intention der Botschafterin. Wir als bereits gestandene Unternehmerinnen, die über die Jahre viele Erfahrungen gesammelt haben, wollen das Feld für Unternehmerinnen bereiten, die Unternehmenskultur für Frauen verbessern.
Hier geht’s um die Umsetzung von unternehmerischen Ideen, Know How und nicht zuletzt die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Ganz konkret wollen wir Frauen darin bestärken, selbständig tätig zu werden.
Frauen mangelt es nicht an Qualifikationen und Ideen, sie sind nur grundsätzlich vorsichtiger in der Umsetzung dabei wollen wir helfen. Das geht von Aufstellung eines Businessplanes über die Finanzierung, Erschließung von Absatzmärkten bis hin zur Personalführung und gesundem Wachstum.
Sie sehen sich also als Ergänzung zur Oberbergischen Wirtschaftsförderung?
Ja. Ich habe die Wirtschaftsförderung des Kreises immer als zuverlässigen Ansprechpartner kennengelernt. Für meine Fragen habe ich dort jederzeit ein offenes Ohr gefunden. Die dort gemachten Angebote und Förderprogramme sind gut auf den Bedarf der Unternehmer zugeschnitten. Ich kann nur empfehlen, dass sich jeder der sich selbstständig machen will, sich das Angebot der Wirtschaftsförderung ansehen sollte.
Neben unser Aufgabe europaweit die Gründungskultur für Unternehmerinnen zu stärken ergänzen wir als Botschafterinnen das regionale Angebot durch praktische Hilfen und Erfahrungen aus dem Unternehmertum und ermutigen zur Gründung. Wenn Landrat Hagen Jobi vom Mittelstand als Herz von Oberbergs spricht, so kann ich dies nur unterstreichen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen das das Herz weiter und noch stärker schlägt.
www.lingenbacher-hof.de/
Eintrag in den Newsletter